
Geschichte & Anekdoten
Spannendes und lustiges aus dem Archiv
Wir haben einige Daten aus 100-jährigen Kita-Geschichte und Anekdoten zusammengefasst.

Hast du gewusst, dass…
- der Krippenverein Murifeld – Schosshalde 1924 gegründet wurde?
- Pfarrer Fritz Bäschlin der erste Präsident war?
- Fräulein Margrit Stettler 1926 als 1. Krippenvorsteherin mit einem Monatslohn von CHF 150 mit freier Station im Krippenhaushalt und 4 Wochen Ferien angestellt wurde?
- am Samstag, 27. Februar 1926 die Murifeld – Krippe eröffnet wurde?
- 1934 ein Krippentag 70 Rappen und ein halber 50 Rappen gekostet hat?
- 1950 die Krippe aufgrund von Scharlachfällen 10 Tage schliessen musste?
- 1990 von der Stadt Bern das Gesuch für die Übernahme der Krippe Murifeld aus Kostengründen abgelehnt wurde?
- 1994 der 1. Krippenweiterbildungstag mit Supervisorin zum Thema „Team“ durchgeführt wurde?
- 1999 der Name der Krippe Murifeld in Kindertagesstätte Murifeld geändert wird? Damit dieses Wort schneller geschrieben und gesprochen werden kann, gilt ab sofort die Abkürzung KiTa.
- 1999 die Kitas Murifeld keine Stoffwindeln mehr anschafften und neu die Eltern die Windeln mitbringen mussten. Waren diese aus Stoff, wurden sie am Abend den Eltern schmutzig nach Hause gegeben.
- 2003 die Waldkita gegründet und von Veronika Singa und Caroline von Gunten geleitet wurde?
- 2017 die Kita Lindenhof eröffnet wurde und Giuseppina Caduff die Betriebsleitung übernahm?
- 2024 die Kitas Jamballa und Kunterbunt und das Familienzentrum unter dem Dach der Kitas Murifeld ihren Betrieb aufnehmen? Die Leitung der Kitas wird durch Laura Sidler, die Leitung des Familienzentrums Bern durch Pia Bomandeke wahrgenommen.
- 2024 ein neues Logo mit dem Slogan „sit 100 Jahr für dis Chind da“ das Erscheinungsbild der Kitas Murifeld verändert hat?
Etwas zum Schmunzeln
- Steckbrief einer Praktikantin (Infoheft, März 1999): Mein Wunsch: gute Gesundheit, 7 Kinder, eine eigene Krippe mit einem Tierheim und einem Mann, der das alles finanzieren kann.
- WC-System der Waldkita, erklärt vom fast 5-jährigen Luzi (Zeitung im Espace Mittelland; 7. Juni 2008: «Wenn wir richtig müssen, graben wir ein Loch, verrichten unser Geschäft, verbrennen dann das Wc-Papier und legen am Schluss Erde und Blätter drauf. Das fägt!»
- A Pro Pos (Infoheft, 2002): Luc spielt mit seiner Puppe; sie schläft. Da nimmt er sie in den Arm und erklärt mir: «ich muss sie wickeln, ich habe etwas donnern gehört».
- Weisch no (Infoheft, 2008), aus Interview eines ehemaligen Waldkita -Kindes: «Florino hat manchmal gesagt, wer als letztes ankommt, ist eine lahme Tomate. Das fand ich lustig.»
- Zu guter Letzt (Infoheft, Dezember 2003): «Wir danken allen Waschmaschinen der Waldkinder und Waldfrauen für ihre treuen Dienste.»


DIE Geschichte
(Aus Infoheft, Dezember 2003)
Als Gott die Kleinkinderzieherin schuf…
…machte er bereits den sechsten Tag Überstunden. Da erschien der Engel und sagte: «Herr, Ihr bastelt aber lange an dieser Figur!» Der liebe Gott sprach: «Hast du die speziellen Wünsche auf der Bestellung gesehen? Sie soll pflegeleicht sein, sie soll nicht aus Plastik sein; sie soll 160 bewegliche Teile haben; sie soll Nerven wie Drahtseile haben und einen Schoss, auf dem zehn Kinder gleichzeitig sitzen können, und trotzdem muss sie auf einem Kinderstuhl Platz haben. Sie soll einen Rücken haben, auf dem sich alles abladen lässt; und sie soll in einer überwiegend gebückten Haltung leben können. Ihr Zuspruch soll alles heilen, von der Beule bis zum Seelenschmerz, sie soll sechs Paar Hände haben.»
Da schüttelt der Engel den Kopf und sagt: «Sechs Paar Hände, das wird kaum gehen!» «Die Hände machen mir keine Kopfschmerzen», sagt der liebe Gott, «aber die drei Paar Augen, die eine Kleinkinderzieherin haben muss!»
«Gehören die den zum Standardmodell?» fragte der Engel. Der liebe Gott nickte: «Ein Paar, das durch geschlossene Türen blickt, während sie fragt: Was macht ihr denn da drüben? (obwohl sie es längst schon weiss). Ein zweites Paar im Hinterkopf, mit denen sie sieht, was sie nicht sehen soll, aber wissen muss. Und natürlich noch die zwei Augen hier vorn, aus denen sie ein Kind ansehen kann, dass sich unmöglich benimmt, und die trotzdem sagen: Ich verstehe dich und habe dich sehr lieb – ohne dass sie ein einziges Wort spricht.
«Oh Herr!» sagte der Engel und zupfte ihn leise am Ärmel, «geht schlafen und macht morgen weiter». «Ich kann nicht», sagte der liebe Gott. Ich habe bereits geschafft, dass sie sich selbst heilt, wenn sie krank ist; dass sie 30 Kinder mit einem winzigen Geburtstagskuchen zufriedenstellt; dass sie einen Sechsjährigen dazu bringen kann, sich vor dem Essen die Hände zu waschen; einen Dreijährigen davon überzeugt, dass Knetmaterial nicht essbar ist und übermitteln kann, dass Füsse überwiegend zum Laufen und nicht zum Treten von mir gedacht waren.»
Der Engel ging langsam um das Modell der Kleinkindererzieherin herum. «Zu weich», seufzte er. «Aber zäh», sagte der liebe Gott energisch. «Du glaubst gar nicht, was diese Kleinkindererzieherin alles leisten und aushalten kann!» «Sie kann denken, urteilen, Kompromisse schliessen und – vergessen!», sagte der liebe Gott.
Schliesslich beugte der Engel sich vor und fuhr mit einem Finger über die Wange des Modells. «Da ist ein Leck», sagte der liebe Gott, «das ist eine Träne». «Wofür ist sie?»
«Sie fliesst bei Freude, Trauer, Enttäuschung, Schmerzen und Verlassenheit.» «Ihr seid ein Genie!» sagte der Engel. Da blickte der liebe Gott versonnen: «Die Träne», sagte er, «ist das Überlaufventil!»
